UEFA EURO
Für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland haben wir in Dortmund gleich zwei Fan-Zone-Standorte betreut: die Fanzone am Friedensplatz in der Innenstadt sowie das große Public Viewing im Westfalenpark. Auf beiden Veranstaltungen übernahmen wir die komplette Broadcast-Produktion – von Kamerabild über Moderationen bis hin zur Live-Bespielung der LED-Wände und Recordings.
DIE HERAUSFORDERUNG
In Dortmund fanden zwei vollkommen unterschiedliche Eventwelten parallel statt: eine kompakte, familienorientierte Fanzone in der Innenstadt mit einer zentralen LED-Wand in Würfelform – und ein gewaltiges Public Viewing im Westfalenpark mit zehntausenden Besucher*innen, einer großen Hauptbühne und Live-Konzerten namhafter Künstler wie den Fantastischen Vier oder Alice Merton.
Die besondere Komplexität entstand jedoch durch die technische Vernetzung beider Fanzones und der mobilen Reportagestrecken. Während der Europameisterschaft war der Mobilfunk in der gesamten Stadt aufgrund der enormen Besucherzahlen massiv überlastet. Genau in diesem Umfeld mussten unsere mobilen LTE- und 5G-Encoder zuverlässig funktionieren – nicht nur für kurze Liveschalten, sondern für ein kontinuierliches, bidirektionales Routing zwischen zahlreichen Standorten. Die stabile Realisierung dieser Sendestrecken erforderte ein hochoptimiertes Netzwerkdesign, Priorisierung der Verbindungen und ein Setup, das auch unter extremer Netzauslastung zuverlässige Broadcastqualität gewährleisten konnte.
DIE IDEE
Unser Ansatz war es, das klassische Public Viewing um eine dynamische Live-Reportage-Ebene zu erweitern. Statt lediglich Bühnenbilder und Moderationen vor Ort zu zeigen, wollten wir die gesamte Stadt Dortmund als lebendigen Teil des Events sichtbar machen.
Dafür setzten wir auf ein mobiles 5G-Schaltenkonzept: Reporter*innen und Kamerateams sollten per drahtloser Encoder-Technik überall in der Stadt live gehen können – ob im Zoo, in der Innenstadt oder an weiteren Fan-Hotspots. Gleichzeitig sollten die beiden Fanzones live miteinander kommunizieren können, sodass Moderatoren am Westfalenpark in Echtzeit mit Moderatoren am Friedensplatz sprechen konnten.
DIE LÖSUNG
An beiden Fanzone-Standorten realisierten wir vollwertige Broadcast-Produktionen mit Multicam-Setups, Live-Regie, Recording und LED-Wand-Ausspielung. Zusätzlich etablierten wir ein stadtweites Schalten-Netzwerk über 5G- und LTE-Encoder, das mobile Reporterinnen und Kameras an jeder Location live zuschalten konnte.
Diese Signale liefen dann zentral bei uns ein und wurden anschließend zielgerichtet an die jeweiligen Fanzone-Bühnen ausgespielt. So konnten Zuschauerinnen im Westfalenpark live erleben, wie die Moderatorin am Friedensplatz feierte – oder wie unser Team aus dem Zoo berichtete. Ebenso wurden Live-Schalten zwischen beiden Fanzones möglich, was eine ganz neue Dynamik erzeugte.
Das Ergebnis war ein Public Viewing, das weit über die übliche Eventmechanik hinausging: interaktiv, stadtweit vernetzt und broadcasttechnisch auf einem Niveau, das es in dieser Form im Public-Viewing-Bereich bislang kaum gab.
